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Ratgeber Porträt

Nicht fotogen? Wahrscheinlich doch.

„Ich bin nicht fotogen.“ Den Satz hört man vor fast jedem Porträttermin. Meist stimmt er nicht. Die Fotos, die du von dir kennst, sind nur unter schlechten Bedingungen entstanden: Handy auf Armlänge, Licht von oben und keine Ansage, wann es losgeht.

Peer Dicken · Porträtfotograf Stand Oktober 2026 Lesezeit etwa 3 Minuten

Warum du dich auf Fotos fremd findest

Dein eigenes Gesicht kennst du vor allem aus dem Spiegel, also seitenverkehrt. Auf Fotos siehst du es so, wie andere dich sehen, und das wirkt ungewohnt. Die Psychologie nennt das den Mere-Exposure-Effekt: Wir mögen, was wir oft sehen. In einer Studie bevorzugten Menschen bei sich selbst das Spiegelbild, ihre Freunde dagegen das echte Foto (Mita, Dermer und Knight, 1977).

Dazu kommt die Technik: Ein Handy fotografiert mit Weitwinkel aus kurzer Entfernung. Was der Kamera am nächsten ist, meist die Nase, wird größer. Mit dir hat das wenig zu tun.

Was vor der Kamera wirklich hilft

Abstand
Porträts entstehen mit längerer Brennweite aus ein paar Metern Entfernung. Die Proportionen stimmen, nichts wird verzerrt.
Licht
Weiches Licht von vorn oder leicht seitlich, nicht von oben. Es macht mehr aus als jedes Make-up.
Kinn nach vorn
Das Kinn leicht nach vorn und etwas nach unten. Die Kieferlinie wird klar, das Doppelkinn verschwindet.
Schräg stehen
Gewicht auf ein Bein, Schultern leicht schräg zur Kamera. Das wirkt entspannter als frontal.
Ausatmen
Kurz vor dem Auslösen ausatmen. Ein Lächeln auf Kommando wirkt gestellt, eins nach dem Ausatmen nicht.
Mehr Bilder
Unter vielen Aufnahmen ist immer eine, in der alles passt. Beim Shooting entstehen deshalb deutlich mehr Bilder, als du am Ende brauchst.
Porträt einer Frau mit grauen Haaren und Brille vor dunklem HintergrundPorträt eines lachenden Mannes mit BrillePorträt eines Mannes mit Bart und BrillePorträt einer jungen Frau mit langen Haaren vor dunklem Hintergrund
Porträts mit weichem Licht von der Seite und etwas Abstand zur Kamera.

Wie ein Porträttermin abläuft

  • Keine Erfahrung nötigIch sage dir, wie du stehst und wohin du schaust.
  • Dein OrtIn deinem Büro oder an einem Ort deiner Wahl, drinnen oder draußen.
  • Du wählst ausNach 2 Werktagen kommt die Online-Galerie, du suchst deine Bilder aus, ich retuschiere sie dezent.
  • Kein RisikoGefällt dir keines der Bilder, wiederhole ich das Shooting kostenfrei.

Welches Paket zu dir passt, steht auf der Seite Porträt. Für den ganzen Auftritt mit Arbeitssituationen gibt es Personal Branding.

Vorbereitung am Tag davor

  • AusschlafenMan sieht es. Wer entspannt ist, sieht auf Bildern auch so aus.
  • Zwei, drei OutfitsWas zu dir und zum Ort passt, helle und dunkle Töne, wenig Muster, wenig Schmuck.
  • Keine ExperimenteNeue Frisur oder neue Brille lieber nach dem Termin.
  • Handy lautlosFür die halbe oder ganze Stunde vor der Kamera.

Checkliste: Was du mitbringst

  • Zwei, drei OutfitsAuf Bügeln, damit nichts knittert.
  • BrilleFrisch geputzt, wenn du sie im Alltag trägst.
  • Kamm oder BürsteUnd ein Haargummi, falls der Wind mitspielt.
  • Lippenpflege und PuderGegen trockene Lippen und Glanz auf der Stirn.
  • WasserEine Stunde vor der Kamera macht durstig.
  • Was zu dir gehörtUhr, Schal, Werkzeug, Notizbuch: Dinge, die du im Beruf ohnehin dabeihast.

Häufige Fragen

Was, wenn mir kein Bild gefällt?

Dann wiederhole ich das Shooting kostenfrei.

Muss ich lächeln?

Nein. Es entstehen Bilder mit und ohne Lächeln, du wählst aus, was zu dir und zum Zweck passt.

Brille auf oder ab?

Wenn du sie im Alltag trägst, gehört sie aufs Bild. Spiegelungen lassen sich mit dem Licht vermeiden.

Wie lange dauert ein Porträttermin?

Je nach Paket 30 Minuten bis zwei Stunden.

Porträts, die nach dir aussehen.

Profilbild, Business-Porträt oder Personal Branding, in deinem Büro oder an einem Ort deiner Wahl. Gefällt dir keines der Bilder, fotografiere ich kostenfrei neu.

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